Sind Sie auf der Suche nach der „Wunderwaffe“ gegen Ihren Haarausfall? Dann sind Sie hier genau richtig.

Mittel gegen den Haarausfall gibt es wie Sand am Meer – von natürlichen über Medikamente bis hin zu operativen Eingriffen. Wir haben eine möglichst VOLLSTÄNDIGE Liste aller Mittel erstellt.

Jedes Mittel stellen wir kurz vor, klären objektiv, ob es etwas taugt und sagen wie viel es kostet. Auf geht’s in den Haarausfall-Mittel-Dschungel mit gezückter Machete!

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Das Wichtigste in Kürze:

Hausmittel: z.B. Biotin »
Medikamente: z.B. Finasterid »
Therapien: z.B. PRP »
OPs: z.B. Haartransplantation »

Natürliche Hausmittel

Natürliche Hausmittel sind günstige Alternativen zu herkömmlichen Medikamenten etc. und gehören zur Naturheilkunde. Auch bei Haarausfall können in manchen Fällen die folgenden Hausmittel helfen:

1. Kürbiskernöl

Kürbiskernöl kann die Umwandlung von Testosteron zu DHT hemmen und daher beim Haarausfall helfen. Dies wurde auch 2014 in einer koreanischen Studie mit Männern, die unter androgenetischem Haarausfall leiden, bewiesen. In der Studie wurde den Teilnehmern über einen Zeitraum von einem halben Jahr täglich 400 ml Kürbiskernöl oral verabreicht. Im Vergleich zur Placebogruppe stieg die Haardichte um 40 Prozent an.

2. Aloe Vera

Die vielseitige Heilpflanze Aloe Vera kann auch bei Haarausfall helfen. Die alkalische Wirkung und sog. Beta-Sitosterin fördern die Durchblutung der Kopfhaut und einen ausgeglichen PH-Haushalt. Dadurch soll auch wieder das Haar sprießen. Aloe Vera können Sie als Saft oder Gel in jeder Drogerie oder Apotheke kaufen. Die Heilpflanze wird auf die Kopfhaut aufgetragen, einmassiert und wirkt dann für mehrere Stunden ein.

3. Ginkgo

Ginkgo ist zwar eigentlich für seine positive Auswirkung auf die Gedächtnisleistung bekannt, kann aber auch bei Haarausfall helfen. Ginko fördert die Durchblutung und beugt somit einen Nährstoffmangel bei den Haaren vor. Ginko wird gegen Haarausfall als Serum auf der betroffenen Stelle aufgetragen.

4. Grüner Tee

Trinkend wieder Haare bekommen! Die Gerbstoffe im Grünen Tee wirken entzündungshemmend und sollen auch den Haarausfall aufhalten. Grüner Tee hat viele Antioxidantien und gilt daher als Fänger von „Freien Radikalen“. Ob Grüner Tee wirklich bei Haarausfall hilft ist unklar.

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Bekannt aus:

5. Arganöl

Arganöl ist gut für Haut und Haar. Die Inhaltsstoffe Carotinoide, Polyhenole und Vitamin E sollen nicht nur eine antioxidative Wirkung haben, sondern auch den Haarausfall stoppen. Hierfür sind insbesondere die ungesättigten Fettsäuren im Arganöl verantwortlich. Das Öl wird auf die Kopfhaut einmassiert und anschließend ausgewaschen.

6. Kokosöl

Kokosöl enthält Laurinsäuren, die durchblutungsfördernd wirken und somit das Haarwachstum stimulieren. Das Öl kann auch durch die enthaltenen Fettsäuren dünnes Haar reparieren. Kokosöl wird wie Arganöl auf die Kopfhaut einmassiert.

7. Brennnesseln

Mit Brennnesseln verbindet man eher unangenehme Erinnerungen. Umso erstaunlicher, dass dieses Unkraut beim Haarausfall helfen soll. Brennnesseln sind reich an Mineralstoffen und Vitaminen, wie Kalium, Eisen und Vitamin B.  Mit verantwortlich für den Haarausfall ist das Enzym 5a-Reductase. Die Samen der Pflanze enthalten Phytoöstrogene, welche dieses Enzym hemmen. Das Mittel wird als Haarwasser einmal täglich aufgetragen.

8. Mönchspfeffer

Mönchspfeffer enthält pflanzliche Hormone, sog. Phytohormone, und kann den Hormon-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Eigentlich wird die Heilpflanze überwiegend zur Zyklusregulation eingenommen, es wird aber immer wieder auch von positiven Auswirkungen auf das Haarwachstum berichtet. Mönchspfeffer wird als Tablette eingenommen.

9. Bockshornklee

Die Samen der Bockshornklee Pflanze beinhalten wichtige Nährstoffe für den Haarwachstum, wie z.B. Vitamin C, Vitamin B und Eisen. Bockhornklee soll daher die Haare stärken und dicker werden lassen. So kann die optische Haardichte erhöht werden. Bockshornklee kann in Tablettenform eingenommen werden.

10. Rizinusöl

Rizinusöl wird aus dem tropischen Wunderbaum gewonnen. Auch beim Haarausfall soll das Öl Wunder bewirken. Rizinusöl ist reich an Omega-9-Fettsäuren, die das Haar nähren, stärken und Wachstum stimulieren. Das Öl wird direkt auf der betroffenen Stelle aufgetragen.

11. Schüssler Salze

Namensgeber der Schüssler Salze ist Wilhelm Heinrich Schüssler, der im 19. Jahrhundert einige gesundheitsfördernde Wirkungen der Mineralsalze entdeckte.  Es gibt insgesamt 12 verschiedene Schüssler-Salz-Arten. Die Salze Nr. 6 (Kalium Sulfuricum), Nr. 8 (Natrium Muriaticum) und Nr. 11 (Silicea) sollen das Haar mit Nährstoffen versorgen und den Haarwuchs fördern.

12. Biotin Tabletten

Biotin, auch bekannt als Vitamin H oder B7, ist ein wichtiges Vitamin für Haut und Haar und kann auch bei Haarausfall helfen. Das Vitamin ist ein wichtiger Bestandteil des Eiweißes Keratin. Nägel, Haare und die Haut bestehen aus Keratin und brauchen daher Biotin für die Keratin-Produktion. Insbesondere ein Biotinmangel kann zu Haarausfall führen. Symptome für einen Mangel sind Muskelschmerzen und Appetitlosigkeit. Biotin kann entweder natürlich durch Nüsse, Spinat oder Haferflocken aufgenommen werden oder auch durch Tabletten aus der Drogerie oder der Apotheke zugeführt werden.

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13. Zink

Zink ist wichtig für die Kollagenproduktion. Das Strukturprotein Kollagen verankert die Haarwurzel in der Haut. Ein Zinkmangel kann daher zu Haarausfall führen. In Kombination mit einem Zinkmangel kommt am häufigsten der kreisrunde Haarausfall (Alopecia Areata) vor. Der normale Zinkbedarf kann in den meisten Fällen über die Ernährung gedeckt werden, z.B. mit Paranüssen, Linsen oder Fleisch und Fisch. Zusätzlich können verschiedene Zinkpräparate helfen.

14. Sägepalme

Schon die Ureinwohner Nordamerikas nutzten die Früchte der tropischen Zwergpalme für gesundes Haar und ein besseres Hautbild. Sägepalmen Extrakt verhindert die Enzyme 5-Alpha-Reduktase und blockiert somit die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT). Ein hohes DHT Niveau führt zu Haarausfall. Sägepalmen-Öl ist in jeder Drogerie oder Apotheke erhältlich und wird in Form von Shampoo oder als Extrakt auf der betroffenen Stelle aufgetragen.

15. Sulforaphan

Sulforaphan ist ein Bestandteil von Brokkoli, Meerrettich und Rucola und soll auch das DHT-Level senken und somit das Haarwachstum fördern. Das ergab auch eine japanische Studie, nach der Sulforaphan das Enzym 3-alpha-Hydroxysteroiddehydrogenase entstehen lässt, das den DHT-Spiegel abbaut.

Fazit:

Natürliche Hausmittel sind zwar günstig und verursachen i.d.R. keine Nebenwirkungen, jedoch ist die Wirksamkeit gegen den Haarausfall wissenschaftlich nicht belegt.

Schönheits-Pflegeprodukte

16. Koffein-Shampoo

Shampoos gegen den Haarausfall findet man in jedem Drogeriemarkt. Laut Verpackung sollen sie schnelle Abhilfe schaffen. Die Shampoos enthalten Koffeine, die das Haarwachstum wieder stimulieren sollen. Ob Koffein wirklich die Wunderwaffe im Kampf gegen den Haarausfall ist, konnte bisher wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden. Fest steht, Koffein Shampoos sind günstiger als andere Methoden und fast überall erhältlich.

 17. Alpecin

Das bekannteste Koffein-Shampoo ist Alpecin. Laut dem Hersteller Dr. Wolff soll das Shampoo bei erblich bedingtem Haarausfall, indem es die Wachstumsphasen der Haarwurzeln verlängert. Darüber hinaus soll Alpecin bei Kopfhaut Problemen helfen. Ob Alpecin wirklich bei Haarausfall hilft ist umstritten.

 18. Kreatin

Der Wirkstoff Kreatin (oder auch Creatin) wird vor allem für die Muskelkontraktion, Hirn- und Nervenfunktion vom menschlichen Körper benötigt. Kreatin ist insbesondere in Fleisch und Fisch enthalten. In einigen Shampoos wird Kreatin als Mittel gegen sprödes und gestresstes Haar angepriesen. Nach einer Studie kann eine hohe Dosierung Kreatin bei oraler Einnahme aber auch den Dihydrotestosteron (DHT) Spiegel anheben und so den genetischen Haarausfall begünstigen. Ob Kreatin bei externer Anwendung, z.B. im Shampoo, gegen den Haarausfall hilft ist unklar.

19. Nioxin

Nioxin vom Hersteller Wella besteht aus den Wirkstoffen Koffein, Niacinamid und Panthenol und soll das Haarwachstum stimulieren und Haarbruch vorbeugen. Nioxin ist in den Produkten Diaboost, Hair Booster und Deep Repair Hair Masque enthalten. Genauso, wie bei Koffein-Shampoos ist die Wirkung nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

20. Thiocyanat

Thiocyanat wurde 1992 patentiert und soll die Haare stärken und das Haarwachstum anregen. Das körpereigene Molekül wirkt nicht hormonell und hat daher geringere Nebenwirkungen, als viele Medikamente gegen den Haarausfall.

21. Thiocyn Haarserum

Auf Basis von Thiocyanat wurde das Thiocyn Haarserum entwickelt. Neben Thiocyn enthält das Haarpflegeprodukt u.a. auch Arginine und Panthenol. Das Haarserum wird einmal pro Tag mit einem Applikator auf der Kopfhaut aufgetragen. Die Wirksamkeit von Thiocyn konnte zwar in einer Studie nachgewiesen werden, jedoch funktioniert der Wirkstoff nur, wenn noch Haare vorhanden sind.

 22. Vivese Senso Duo

Das Haarpflegeprodukt Vivese Senso Duo soll gegen Haarausfall helfen und die Haardichte erhöhen. Das Produkt besteht aus 30 verschiedenen Substanzen, wie z.B. Koffein, Arganin und Kokosöl. Ob das Präparat die gewünschte Wirkung erzielt ist wissenschaftlich nicht belegt.

23. Trichosense

Das topische Haarpflegeprodukt Trichosense besteht aus einer Zusammensetzung von Melatonin, Ginkgo und Biotin. Die Wirkung wurde noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Das Mittel wird als Lösung vor dem Schlafengehen auf die Kopfhaut aufgetragen. Eine Monatspackung kostet ca. 30 Euro.

Fazit:

Schönheitspflege Produkte, wie Shampoos und Serums gegen den Haarausfall, versprechen häufig das „Blaue vom Himmel“. Die Ergebnisse sind in Realität häufig ernüchternd. Nicht verwunderlich, dass die Wirksamkeit kaum wissenschaftlich belegt ist. Dafür treten i.d.R. keine Nebenwirkungen auf.

Medikamente / Arzneistoffe

24. Minoxidil 

Eigentlich wurde der Wirkstoff Minoxidil als Mittel gegen Bluthochdruck entwickelt. Schnell stellte sich aber auch in diversen Studien heraus, dass Minoxidil das Haarwachstum anregt. Der Wirkstoff wird lokal als Schaum oder Lösung auf der gewünschten Stelle aufgetragen. Wieso Minoxidil die Haare wieder sprießen lässt ist noch nicht wissenschaftlich vollständig erklärbar. Man vermutet aber, dass die Wirkung auf eine erhöhte Durchblutung der Kopfhaut zurückzuführen ist.

 25. Regaine

Regaine ist einer der bekanntesten Arzneistoffe auf Minoxidil-Basis und wird vom Pharmahersteller Johnson & Johnson hergestellt. Laut der Werbung soll Regaine den Haarausfall stoppen und sogar neues Haar wachsen lassen. Laut dem Produzenten wurde in über 100 Studien nachgewiesen, dass bei 90 Prozent aller Probanden der Haarausfall gestoppt werden konnte. Auch die unabhängigen medizinischen Richtlinien bestätigen die Wirksamkeit von Minoxidil.  Jedoch wirkt Minoxidil nicht nachhaltig und nur während der Behandlungsdauer. Daher müssen Mittel auf Minoxidil-Basis täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Eine Dreimonatspackung Regaine kostet 90 Euro. Das macht also 1 Euro pro Tag. Nach einigen Jahrzenten kann sich so eine beträchtliche Stange Geld summiert haben.

 26. Finasterid 

Auch Finasterid wurde zuerst zur Behandlung anderer Symptome eingesetzt: Bei gutartig vergrößerten Prostata. Bald häuften sich aber die Berichte, dass der Wirkstoff auch bei Haarausfall helfen soll. In verschiedenen Studien wurde nachgewiesen, dass Finasterid ein sog. „5-alpha-Reduktasehemmer“ ist. Also ein Arzneistoff, der die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) hemmt und somit den hormonell bedingten Haarausfall stoppen kann. Einer der bekanntesten Anwender ist Donald Trump, der trotz seines hohen Alters noch über ein fülliges Haar verfügt. Bei manchen Anwendern tritt aber als Nebenwirkung eine sexuelle (in seltenen Fällen auch eine geistige) Dysfunktion auf.

 27. Propecia und Proscar

Das Präparat Propecia von Hersteller Merck & Co. enthält 1mg Finasterid. Propecia wird einmal täglich oral als Tablette eingenommen. Wie auch bei allen anderen Mitteln auf Finasterid oder Minoxidil-Basis wirkt das Präparat nur während des Behandlungszeitraums. Propecia wirkt nicht bei Frauen mit Haarausfall. Das Medikament ist Rezeptpflichtig und kostet in der Monatspackung ca. 1,60 Euro pro Tablette und Tag.

Das Pharmaunternehmern Merck & Co. verkauft zusätzlich unter dem Markenamen Proscar ein Medikament zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung. Für ungefähr den gleichen Preis von Propecia erhält hier der Patient Tabletten mit einer Dosierung von 5mg Finasterid. Aus dem Grund lassen sich viele Haarausfall-Betroffene das günstigere Prostatamedikament Proscar verschreiben und vierteln die Tabletten.

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28. Trent, Actavis, TopFond und Finpecia

Merck & Co. hielt bis Oktober 2014 das Patent auf Finasterid Tabletten. Das Patent lief im selben Jahr aus und ermöglichte anderen pharmazeutischen Unternehmen die Produktion von generischem Finasterid. Zu diesen generischen Medikamenten gehören die Marken Trent, Actavis, TopFond und Finpecia. Generische Finasterid Tabletten enthalten den gleichen Wirkstoff sind aber meistens wesentlich günstiger als Propecia und Proscar.

29. Pantostin

Das Präparat Pantostin vom Hersteller Merz enthält den Wirkstoff Alfatradiol und kann bei Männern und Frauen angewendet werden. Die Wirkungsweise von Alfatradiol ist vergleichbar mit Finasterid, da auch dieser Wirkstoff die Bildung von Dihydrotestosteron (DHT) hemmt. Das Mittel wird lokal auf der betroffenen Stelle einmal täglich aufgetragen. Eine Dreimonats-Packung kostet knapp 40 Euro. Die Wirkung von Pantostin bzw. Alfatradiol  ist umstritten und nicht hinreichend wissenschaftlich belegt.

30. Ell-Cranell

Ell-Cranell basiert auch auf dem Wirkstoff Alfatradiol, der die Testosteron-Umwandlung zu Dihydrotestosteron (DHT) hemmen soll. Wie Pantostin wird Ell-Cranell auf die Kopfhaut aufgetragen. Ein Fläschchen Ell-Cranell kostet ca. 16 Euro und hält für eine Behandlungsdauer von drei Monaten.

31. Priorin

Priorin vom Hersteller Bayer besteht aus den Mineralien und Vitaminen L-Cystin, Hirseextrakt, Weizenkeimöl und Pantothensäure. Das Präparat soll bei Haarausfall, der durch Nährstoff- bzw. Vitaminmangel ausgelöst ist, helfen. In diesem Fall sollte aber das Mittel nur eine Ergänzung zu einer generellen Ernährungsumstellung sein. Beim normalen androgenetischen Haarausfall ist das Präparat in den meisten Fällen nicht hilfreich.

 32. Pantovigar

Das Präparat Pantovigar hat fast die gleichen Inhaltsstoffe wie Priorin, wird aber vom Hersteller Merz produziert. Zusätzlich besteht Pantovigar noch aus medizinischer Hefe und Keratin. Auch Pantovigar ist nur in den seltensten Fällen die Lösung beim genetischen Haarausfall.

Fazit:

Die beiden Mittel Finasterid und Minoxidil gehören zu den wenigen wissenschaftlich anerkannten Wirkstoffen gegen den Haarausfall. In vielen Fällen kann der Haarausfall nachhaltig gestoppt werden. Jedoch können Nebenwirkungen auftreten und nur bestehendes Haar kann gerettet werden.

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Therapien / Nicht-operative Eingriffe

33. Topische Immuntherapie

Die Topische Immuntherapie ist eine der erfolgreichsten Behandlungsmöglichkeiten der Alopecia Areata, dem kreisrunden Haarausfall. Bei der Therapie wird auf den kahlen und runden Kopfhautstellen eine lokale Sensibilisierung mit Allergenen (i.d.R. Diphenylcyprone, kurz DPC) herbeigeführt. Das bedeutet, dass eine kontrollierte allergische Reaktion entsteht, die das Haarwachstum wieder stimulieren soll. Die Therapie ist wissenschaftlich belegt und die Erfolgsquote liegt bei ca. 50 Prozent. Die topische Immuntherapie wird aber nicht beim androgenetischen Haarausfall verwendet.

 34. Mesotherapie

Bei der Mesotherapie wird eine hochdosierte Vitaminlösung in die betroffenen Stellen injiziert. Der „Revitalisierungscocktail“ soll die Haarwurzeln stärken und die Durchblutung fördern. Die Mesotherapie ist eine Haarausfall-Behandlungsmethode ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Sie vereint die Schuldmedizin mit der Naturheilkunde und der asiatischen Akupunktur. Die Wirksamkeit der Therapie ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt und daher umstritten. Viele Schönheitsoperateure bieten auch die Mesotherapie an. Die Kosten liegen bei ca. 150 Euro pro Sitzung. Eine Behandlung besteht aus drei bis sechs Sitzungen.

 35. PRP plättchenreiches Plasma

PRP steht für „Plättchen-reiches Plasma“. Bei der PRP-Therapie wird dem Patienten Eigenblut entnommen. Anschließend wird das Blut so aufbereitet, dass sich die roten Blutkörperchen vom Blutplasma trennen. Das hochdosierte Blutplasma (PRP) wird nun direkt an die Haarwurzeln gespritzt. Das PRP stimuliert die Haarwurzeln und fördert die Regeneration der Haarwurzelzellen.  Eine italienische Studie der Universität Padua bestätigte 2014 die positive Auswirkung von PRP auf den Haarausfall. Eine PRP Haarwurzelbehandlung kosten zwischen 500 und 2.000 Euro.

36. Laser

Moderne Laser werden nicht nur zur Entfernung von Tätowierungen oder Muttermalen verwendet, sondern auch als Mittel gegen den Haarausfall. Mithilfe eines Low-Level Dioden Lasers, der im Infrarot-Wellenbereich die Kopfhaut für ca. 15 Minuten bestrahlt, soll das Haarwachstum stimuliert werden. Die Behandlung findet über einen Zeitraum von einem Jahr statt und wird zwei Mal monatlich durchgeführt. Eine Sitzung kostet ca. 60 Euro. Die Wirkung von solchen Lasern konnte wissenschaftlich noch nicht bestätigt werden.

 37. Mikrohaarpigmentierung (MHP)

Die Mikrohaarpigmentierung gewann in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Bei dieser Methode wird nicht das Haarwachstum angeregt, sondern kleine Pigmentierungen auf der Kopfhaut aufgetragen. So entsteht die optische Täuschung von mehr Haardichte. Die Vorteile des Verfahrens sind: Es ist kein operativer Eingriff nötig und die Pigmentierung ist günstiger als eine Haartransplantation. Natürlich birg die Mikrohaarpigmentierung auch Nachteile, z.B. eignet sich die Methode nur für dunkles Haar und der Effekt verblasst nach einigen Jahren.

Fazit:

Viele Therapien gegen den Haarausfall sind noch nicht vollumfänglich erforscht im Bezug auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Laut einer aktuellen Studie erhoffen sich viele Haarausfall-Experten insbesondere von der Stammzellentherapie den Durchbruch in der Haarmedizin.

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Operative Eingriffe

 38. Haartransplantation

Die Haartransplantation ist das „Trend-Mittel“ gegen den Haarausfall. Zwischen 2014 und 2016 hat sich die Anzahl an Haarverpflanzungen in Europa von 45.000 Patienten auf knapp 80.000 Menschen fast verdoppelt. Ein Hauptgrund sind die gesunkenen Kosten, durch moderne Robotertechnik oder auch Angebote aus dem Ausland (insbesondere in der Türkei). Die Operation ist daher nicht mehr nur Promis, wie Jürgen Klopp, Christian Lindner oder Benedikt Höwedes vorbehalten, sondern ist in der Mitte der Gesellschaft angelangt.

Bei der Haartransplantation wird Eigenhaar aus einem Spenderareal entnommen und an der gewünschten Stelle wiedereingesetzt. Das versetzte Haar ist größtenteils resistent gegen DHT, das Androgen das für den genetischen Haarausfall (androgenetische Alopezie) verantwortlich ist. Daher fällt das Haar nicht wieder aus und somit ist die Haartransplantation eine nachhaltige Lösung gegen den Haarausfall.

 

Auch wenn mittlerweile günstige Haartransplantationen möglich sind, können die Kosten erstmal abschreckend wirken. Jedoch lohnt sich die Haartransplantation häufig trotzdem, da die Haartransplantation einen langfristigen Effekt hat und nicht, wie bei vielen Mitteln gegen den Haarausfall, nur im Behandlungszeitraum Verbesserung verspricht.

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Zusammenfassung

Die Liste zeigt: Mittel gegen den Haarausfall gibt es in Hülle und Fülle. Doch die wenigsten taugen auch etwas. Bei vielen Präparaten ist die Wirksamkeit nicht belegt und das Leid des Kunden wird schamlos ausgenutzt.

Die Wirkstoffe Minoxidil und Finasterid sind die einzigen Medikamente, die beim Kampf um den Haarausfall Erfolg versprechen. Das bestätigen auch die medizinischen Richtlinien. Jedoch sind die Nebenwirkungen der Hormonpräparate auf Minoxidil oder Finasterid Basis nicht zu vernachlässigen, wie z.B. Herzrasen oder sexuelle Funktionsstörungen. Außerdem ist ein Effekt nur während der Einnahme des Medikamentes zu erwarten. Zusätzlich kann die Behandlung langfristig kostspielig werden.

Aus dem Grund ist die Haartransplantation in vielen Fällen, insbesondere bei androgenetischem Haarausfall, die einzige sinnvolle Lösung, da die Operation nachhaltig ist und keine vergleichbaren Nebenwirkungen hat, wie Minoxidil oder Finasterid.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste Mittel gegen Haarausfall?

Viele Mittel gegen Haarausfall versprechen die „Wunderwaffe“ zu sein. Jedoch ist die Wirksamkeit bei den wenigsten Mitteln wissenschaftlich anerkannt. Eine Ausnahme sind die Medikament Finasterid und Minoxidil, sowie die Haartransplantation.

Was hilft wirklich gegen Haarausfall bei Frauen?

Beim weiblichen Haarausfall ist insbesondere Minoxidil und die Haartransplantation geeignet. Minoxidil wird bei der Frau morgens und abends lokal auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Finasterid hingegen hilft beim weiblichen Haarausfall nicht.

Welche Hausmittel sind am besten gegen Haarausfall?

Es gibt viele Hausmittel, die gegen den Haarausfall helfen sollen, z.B. Biotin oder Kokosöl. Jedoch ist die Wirksamkeit bei allen natürlichen Haushaltsmitteln wissenschaftlich nicht belegt.

Quellen
Fabbrocini G, Cantelli M, Masarà A, Annunziata MC, Marasca C, Cacciapuoti S. Female pattern hair loss: A clinical, pathophysiologic, and therapeutic reviewInt J Womens Dermatol. 2018;4(4):203‐211. Published 2018 Jun 19.
Amato F, G, Bono G: Measuring Finasteride Efficacy. Dermatology 2003;207:214-214.
Semsarzadeh N, Khetarpal S. Platelet-Rich Plasma and Stem Cells for Hair Growth: A Review of the LiteratureAesthet Surg J. 2020;40(4):NP177‐NP188.
Katz HI. Topical minoxidil: review of efficacy and safetyCutis. 1989;43(1):94‐98.
Adil A, Godwin M. The effectiveness of treatments for androgenetic alopecia: A systematic review and meta-analysisJ Am Acad Dermatol. 2017;77(1):136‐141.e5.