Der androgenetische Haarausfall kann mit Arzneistoffen gestoppt werden. Minoxidil zählt zu den wenigen Anwendungen, bei denen die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist.

Der Wirkstoff wird direkt auf die lichten Stellen angewendet und kann sowohl von Männern, als auch von Frauen benutzt werden.

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Das Wichtigste in Kürze:

Kosten Ab 13 EUR pro Monat »
Nebenwirkungen Juckreiz (1%) etc. »
Erfolgschancen +18,6% Haardichte/cm2 »

Was ist Minoxidil?

Der Wirkstoff Minoxidil ist ein Medikament, das ursprünglich gegen Bluthochdruck eingesetzt wurde. Die Wirkung des Mittels gegen Haarausfall wurde nur zufällig festgestellt. Der Arzneistoff Minoxidil ist somit ein Antihypertonikum. Unter dem Namen Lonolox wird es als Mittel gegen Bluthochdruck in Tablettenform angeboten.

Gegen erblich bedingten Haarausfall wird es allerdings in Form einer Lösung oder eines Schaums mit dem Namen Regaine zweimal täglich, morgens und abends auf die Kopfhaut aufgetragen.

Das Medikament Minoxidil wird lokal angewandt und zeigt in der Regel eine kontrollierte Wirkung, nämlich an den Partien, wo die Anwendung stattfindet.

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Wie wirkt Minoxidil gegen den Haarausfall?

Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, muss Minoxidil ein Leben langzweimal täglich, morgens und abends, angewandt werden. Wird das Medikament bei Haarausfall eingesetzt, erweitert es dort wo es aufgetragen wird die Blutgefäße unter der Kopfhaut und optimiert so die Versorgung der Haare mit Blut und Nährstoffen. Es wird geraten möglichst früh, nachdem die Ausdünnung der Kopfhaare bemerkt wird, mit der Medikamentation zu beginnen. Die folgende Tabelle ist eine Übersicht der klinischen Minoxidil Studien und deren Ergebnisse:

Studie Ergebnis
2% Minoxidil & Anwendung 2 Mal am Tag: +12,7 Haardichte/cm2
5% Minoxidil & Anwendung 2 Mal am Tag: +18,6% Haardichte/cm2
Placebo-Gruppe: +3,9 Haardichte/cm2 (Nur männliche Studienteilnehmer)
5% Minoxidil & Anwendung 2 Mal am Tag: +12,3% Haardichte/cm2
Placebo-Gruppe: -0,58 Haardichte/cm2 (Nur männliche Studienteilnehmer)
2% Minoxidil & Anwendung 2 Mal am Tag: +20,7 Haardichte/cm2
5% Minoxidil & Anwendung 2 Mal am Tag: +26,0% Haardichte/cm2
Placebo-Gruppe: +9,4 Haardichte/cm2 (Nur weibliche Studienteilnehmer)

Wie die Übersicht zeigt, konnte bei allen Studien eine Verbesserung der Haarausfall Situation festgestellt werden. Minoxidil kann also bei Haarausfall helfen.

Laut Hersteller kann der Haarverlust in 70-80 % der Fälle durch Minoxidil aufgehalten werden, bei 30 % wird sogar neuer Haarwuchs angeregt und die Haarschaftdurchmesser nehmen zu. Bei konsequenter Anwendung des Arzneistoffes sind bereits nach drei bis vier Monaten erste Erfolge zu sehen. Während die maximale Wirksamkeit nach zwölf Monaten einsetzt, spricht man nach einem Jahr auch von einer optischen Verdichtung bei 30–42 % der Patienten.

In vielen Fällen kann nach einiger Zeit ein verstärkter Haarausfall festgestellt werden, dieser wird als Shedding Effekt bezeichnet. Das heißt, die Haare, die am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind fallen aus und neue Haare können nachwachsen. Im Idealfall stellt sich nun ein normaler Haarwuchszyklus ein.

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Bekannt aus:

Für wen ist Minoxidil geeignet?

Der Wirkstoff Minoxidil eignet sich sowohl für Frauen als auch für Männer und ist für beide Geschlechter gleichermaßen verträglich. Hierbei ist zu beachten, dass sich für Frauen die 2 %-ige Lösung und für Männer die 5 %-ige eignet.

Besonders bei den weiblichen Probandinnen wurde eine außerordentliche Wirkung festgestellt und ein sehr starker Anstieg des Haarwachstums verzeichnet. Für Menschen die unter androgenetischer Alopezie, also anlagebedingtem Haarausfall leiden, ist die Anwendung des Arzneimittels eine Lösung. Minoxidil wirkt effektiv sowohl bei starken Geheimratsecken, als auch bei einer ausgeprägten Tonsur. Wobei Minoxidil i.d.R. nur den Haarausfall stoppen kann und nicht neues Haarwachstum auslöst.

Betroffene die bereits Medikamente gegen beispielsweise Psychosen nehmen sollten die Einnahme von Minoxidil vermeiden, das es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung kommen kann. Auch die Wirkung bei Schwangeren und Stillenden ist bisher nur begrenzt analysiert. Generell sollte in speziellen Fällen bei vorliegenden Krankheiten die Einnahme nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen.

Wie viel kostet Minoxidil?

Das Medikament Minoxidil ist mit rund einem Euro pro Tagesdosis nicht ganz kostengünstig. So liegen beispielsweise die Kosten für 60 ml Regaine dosiert für Frauen bei ca. 25€ und für Männer bei ca. 38€. Der unterschiedlichen Preislagen ergeben sich durch die geschlechtsspezifischen Dosierungen des Wirkstoffs.

Minoxidil ist unter verschiedenen Handelsnamen wie Regaine (auch Rogaine), Lonolox, Neocapil, Alopexy oder Loniten bekannt.

Handelsname Kosten pro Monat
Neocapil 5% Lösung
Ab 39 EUR (pro Monat)
Alopexy 5% Lösung
Ab 14 EUR (pro Monat)
Regaine / Rogaine 5% Lösung
Ab 21 EUR (pro Monat)
BIO-H-TIN 5% Lösung
Ab 14 EUR (pro Monat)
Minoxicutan 5% Lösung
Ab 13 EUR (pro Monat)

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So wird Minoxidil verwendet

Minoxidil wird unter dem Namen Regaine in Form von Tonic oder Schaum auf die lichtenden Stellen ‚topisch’ (örtlich äußerliche Anwendung) aufgetragen. Mediziner empfehlen die Lösung täglich zweimal mithilfe eines Applikators auf die betroffenen Partien aufzutragen. Die vorgegebene Dosierungsmenge ist dabei stets einzuhalten und wird im Optimalfall morgens und abends aufgetragen.

Dabei sollten die Haare trocken sein und noch etwa vier Stunden Zeit bis zum nächsten Dusch- oder Badevorgang vergehen. Sollte das Mittel während des Auftragens an unerwünschte Stellen geraten, ist es wichtig, diese zu reinigen um unerwünschte Haarwuchs zu vermeiden.

Nach ca. acht Wochen sollte eine sichtbare Veränderung eingetreten sein. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich erneut beraten lassen und die Verwendung von Minoxidil vorerst beenden. Schlägt das Medikament jedoch positiv an und zeigt seine Wirkung, ist es wichtig, die Einnahme konsequent durchzuführen. Andernfalls wird der ursprüngliche Haarausfall innerhalb von drei bis vier Monaten zurückkehren.

Unser Tipp:

In unserer Kosten-Studie haben wir herausgefunden, dass es erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Minoxidil Anbieter gibt. Außerdem ist Minoxidil nicht für jeden Haarausfall-Betroffenen geeignet. Daher sollte man sich umfassend informieren. Unsere Haarausfall-Experten helfen Ihnen gerne dabei, die richtige Haarausfall Behandlung auszuwählen. Jetzt Haarausfall-Analyse machen »

Welche Nebenwirkungen hat Minoxidil?

Im Vergleich zum Haarausfall Medikament Finasterid fallen die Nebenwirkung bei Minoxidil wesentlich schwächer aus. Allerdings können auch bei Minoxidil wie bei jedem medizinischen Wirkstoff auch Nebenwirkungen auftreten, wie beispielsweise

  • allergische Reaktionen
  • Hautreizung oder Austrocknen der Kopfhaut

Außerdem kann es in Ausnahmefällen zu Haarwuchs an unerwünschten Stellen und Blutdrucksenkung mit Schwindel und Herzklopfen kommen. Da Minoxidil topisch in Form von Schaum oder Tonic auf der Kopfhaut angewandt wird, kann nur ein geringer Teil des Wirkstoffes ins Blut übergehen. Demnach fallen die Nebenwirkungen oftmals eher harmlos in Form von Hautirritationen oder trockener Kopfhaut aus. Die folgende Tabelle zeigt eine Studien-Übersicht der möglichen Nebenwirkungen und deren Häufigkeit:

Studie Ergebnis
Juckreiz: 1%
Kopfschmerzen: 0,6%
(Nur männliche Studienteilnehmer)
Lokale Intoleranz (Juckreiz): 7%
(Nur männliche Studienteilnehmer)
Juckreiz: 0,6%
Kopfschmerzen: 2%
(Nur männliche Studienteilnehmer)
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So erhalten Sie Minoxidil

Minoxidil Präparate in Form von Lösungen und Schäumen sind zwar rezeptfrei aber apothekenpflichtig. Während Minoxidil zur Therapie gegen Bluthochdruck rezeptpflichtig ist, kann man das Medikament zur Bekämpfung von Haarausfall ohne Rezept in Apotheken beziehen.

Was passiert, wenn man Minoxidil absetzt?

Hat der Patient einmal mit der Einnahme von Minoxidil gegen Haarausfall begonnen ist von einem plötzlichen Absetzen des Arzneimittels abzuraten. Minoxidil führt fast immer zu reversiblem Haarwuchs. Setzt man das topische Minoxidil ab lichtet sich die Haardichte wieder sichtbar.

Man sollte aber generell zwischen zwei Fällen unterscheiden.  Liegt nur ein saisonaler Haarausfall vor, so kommt es nach dem Absetzen zwar zu einem verstärkten Haarwechsel, dieser reguliert sich aber nach drei Monaten wieder. Das Mittel Regaine kann in diesem Fall also ohne Bedenken abgesetzt werden. Liegt der Einnahme von Minoxidil jedoch ein anlagebedingter Haarausfall zu Grunde, so führt das Absetzen des Medikaments zu sichtbarem wieder auftretenden Haarverlust.

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Alternativen zu Minoxidil

Nach der evidenzbasierten S3-Leitlinie der Dermatologen für die Behandlung von anlagebedingter Alopezie gibt es 3 Therapie-Möglichkeiten, die eine wissenschaftlich belegte Wirksamkeit beim erblichen Haarausfall haben:

  • Finasterid
  • Minoxidil
  • Haartransplantationen

Das rezeptpflichtige Medikament Finasterid ist neben der operativen Haartransplantation eine der wohl wirksamsten Alternativen zu Minoxidil. Anders als Minoxidil wird Finasterid oral eingenommen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte allerdings auch das Finasterid genauso wie das Minoxidil regelmäßig und dauerhaft eingenommen werden.

Die drei Therapie-Formen können auch kombiniert werden. So kann es sinnvoll sein mit der Haartransplantation Haar an die kahlen Stellen zu verpflanzen und mit Minoxidil und Finasterid den zukünftigen Haarausfall zu stoppen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert es bis Minoxidil wirkt?

Nach 2 bis 5 Wochen tritt bei manchen Anwendern ein Shedding Effekt ein. Die ersten Resultate sind nach 2 bis 3 Monaten sichtbar.

Wie gefährlich ist Minoxidil?

Da Minoxidil lokal angewendet wird, treten kaum Nebenwirkungen auf. In seltenen Fällen kann es zu Juckreiz kommen.

Kann Minoxidil Haarausfall stoppen?

Minoxidil kann den Haarausfall stoppen. Jedoch werden keine Haare an kahlen Stellen wachsen, sondern nur der vorhandene Haarstatus stabilisiert.

Quellen
Choi N, Shin S, Song SU, Sung JH. Minoxidil Promotes Hair Growth through Stimulation of Growth Factor Release from Adipose-Derived Stem Cells In: Int J Mol Sci.;19(3):691, 2018.
Blumeyer, A; Tosti, A; Messenger, A; Reygagne, P; Del Marmol, V; Spuls, PI; Trakatelli, M; Finner, A; Kiesewetter, F; Trüeb, R; Rzany, B; Blume-Peytavi, U.:Evidence-based (S3) guideline for the treatment of androgenetic alopecia in women and in men, In: Journal of the German Society of Dermatology, Nr. 9, 2013, S.1–57.
Rogers, Nicole E.; Avram, Marc R.: Medical treatments for male and female pattern hair loss, In: Journal of the American Academy of Dermatology, Nr. 59 (4), 2008, S. 547–566.