Die Haarpigmentierung ist eine schmerzfreie Alternative zur Haartransplantation. Im Prinzip funktioniert es wie ein Tattoo oder permanent Make-up.

Hierbei werden Farbpigmente 0,6 bis 1,2 mm unter der Haut eingesetzt, um das Haar voller erscheinen zu lassen.

Im Gegensatz zur Haartransplantation hat der behandelte Patient dann aber nicht mehr Haare als vorher, sondern erweckt lediglich den Anschein von fülligerem Haaren.

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Das Wichtigste in Kürze:

Kosten Zwischen 300 – 5.000 EUR »
Methoden VHD, SMP, Point Touch »
Orte Geprüfte Angebote »

Welche Methoden gibt es?

Im Vorgespräch wird ermittelt, welche der Methoden am sinnvollsten sind, um ein natürliches Ergebnis zu erzielen. Zurzeit sind die folgenden Methoden gängig:

  • VHD (Visual Hair Densification)
  • SMP (Scalp Micro Pigmentation) – Langzeitpigmentierung: Das Ergebnis beginnt erst nach drei bis fünf Jahren zu verblassen
  • Point-Touch-Methode
  • Point-Line-Methode
  • HPP Micro Haar Pigmentierung

Im Vorgespräch wird ermittelt, welche der Methoden am sinnvollsten sind, um ein natürliches Ergebnis zu erzielen. Die Methoden unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Haltbarkeit der Pigmente, sowie die eigentliche Stichtechnik. Bei der Point-Touch-Methode wird ein Punkt unter die Epidermis gesetzt, beim Point-Line hingegen wird ein kleiner Strich gesetzt, also ein Härchen gezeichnet.

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Vor- und Nachteile einer Haarpigmentierung

Vorteile Nachteile
Der neue Look ist aber sofort einsatzbereit, man bedarf keiner Narkose. Man kann einfach zu seinem Wunschtermin erscheinen und sofort seinen gewohnten Alltag fortführen.
Ein Nachteil ist, dass man in seiner Haarlänge sehr eingeschränkt ist. Da beim Vorgespräch die Ziellänge und der Wunscheffekt festgelegt werden und dementsprechend die Farbpalette und Intensität der Pigmentierungen angepasst werden, um diesen zu erzielen, ist es eher ungünstig, wenn man die Haare dann doch kürzer schneidet oder länger wachsen lässt. Das Gesamtkunstwerk leidet dann darunter und die behandelte Haut wirkt schnell unnatürlich.
Eine Haarpigmentierung ist zudem um einiges günstiger als die herkömmliche Haartransplantation.
Anders als bei einer Haartransplantation ist die Wirkung auch ehertemporär. Je nach angewandter Methode muss die Behandlung früher (nach etwa einem halben Jahr) oder später (nach drei bis fünf Jahren) aufgefrischt werden.

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Bekannt aus:

Nebenwirkungen und Risiken

Die hypoallergenen Farbpigmente, die unter die Epidermis gesetzt werden, lassen sich vom Körper sehr gut abbauen, sodass Nebenwirkungen nicht zu erwarten sind. Allerhöchstens kommt es zu einer kurzzeitigen Schwellung oder geringer Schorfbildung.

Trotzdem sollte nach einem solchen kosmetischen Eingriff circa zwei Wochen lang direkte UV-Bestrahlung gemieden werden. Es empfiehlt sich daher, bei längerem Aufenthalt im Freien seine Haut mit einer Kopfbedeckung zu achten oder zumindest ausreichend Sonnenschutz aufzutragen. Schwitzen sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Um die Kopfhaut nicht unnötig zu reizen, sollte außerdem für fünf Tage auf den Gebrauch von Haarpflege- und Stylingprodukten verzichtet werden.

Unser Tipp:

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Für wen ist die Haarpigmentierung geeignet?

Eine Haarpigmentierung eignet sich hervorragend für Kurzhaarfrisuren mit lichtem Haar. Die weniger dichten oder gar kahlen Stellen werden optisch aufgefüllt, sodass das Haar dichter erscheint. Das Ergebnis ist bei der Haarpigmentierung anders als bei einer herkömmlichen Tätowierung oder mit permanent Make-up jedoch 100 % natürlich und wirkt nicht wie aufgemalt.

Die Haarpigmentierung ist insbesondere geeignet zur Verdichtung des Tonsurbereichs, da häufig nicht genügend natürliches Spenderhaar für den Hinterkopf zur Verfügung steht. Eher ungeeignet ist die Haarpigmentierung zum Auffüllen der Geheimratsecken.

Eher ungeeignet ist die Haarpigmentierung, wenn man kahle Stellen aber lange Haare hat. Da die Haare nur vorgetäuscht werden, würden die pigmentierten Stellen, die ja trotzdem kahl bleiben, zwischen den langen Haaren auffallen. Sinnvoll kann eine Haarpigmentierung bei langem Haar trotzdem sein, wenn lediglich eine optische Verdichtung der natürlich vorhandenen Haare gewünscht ist. Ob die Methode für Sie geeignet ist, muss letztlich individuell bei einem Vorgespräch geklärt werden.

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Kosten einer Haarpigmentierung

Je nach Umfang der gewünschten Behandlung, sind mit Kosten zwischen 300 und 5000 Euro zu rechnen. Ist eine optische Verdichtung einer kahlen Stelle gewünscht, ist der Aufwand natürlich geringer, als wenn eine Behandlung der gesamten Kopfhaut angestrebt wird.

Der Zeitfaktor spielt ebenfalls eine Rolle, da einige der Methoden mehr Zeit kosten als andere. Trotzdem ist diese Methode, sofern sie für einen persönlich infrage kommt, kostengünstiger als eine Haartransplantation.

Ablauf einer Haarpigmentierung

Obwohl es sich bei der Haarpigmentierung zwar nicht um einen chirurgischen, sondern einen rein kosmetischen Eingriff handelt, ist ein Vorgespräch erforderlich. Nur so kann ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Je nach Einrichtung reicht die Einsendung von Fotos zur Beurteilung, Beratungsgespräche über Skype sind ebenso möglich. Bei diesem Vorgespräch betrachtet die ausgebildete Fachkraft u. a. die Haarfülle und fragt, in welcher Länge die Haare getragen werden möchten. Je nach gewünschtem Ziel wird ein Behandlungsplan erstellt und der Wunschtermin vereinbart. Um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erreichen, werden meist zwischen drei und vier Behandlungstermine angesetzt.

Vor dem ersten Termin, am besten einen Tag vorher, sollte beim Friseur die gewünschte Frisur geschnitten werden, die man zu tragen wünscht. Dadurch wird gewährleistet, dass ein auf die Frisur abgestimmter natürlicher Look entsteht.

Falls zum Termin eine Hautirritation, Wunde oder Ähnliches am Kopf besteht, sollte man den Termin verschieben. Obwohl bei diesem nicht invasiven Eingriff penibel auf die Erfüllung der Hygienestandards geachtet wird, können Infektionen sonst nicht ausgeschlossen werden.

Beim ersten Termin wird als Erstes ein Farbtest gemacht, um die Farbpalette zu bestimmen, deren Pigmente unter die Haut gesetzt werden. Anders als bei einer Tätowierung sind keine bis wenige Schmerzen zu erwarten. Je nach Schmerzempfindlichkeit kann aber auf Wunsch die zu behandelnde Hautpartie mittels einer Salbe desensibilisiert werden, Schmerzen können bei dieser Methode also gänzlich vermieden werden. Die beim Vorgespräch angestrebten Ziele werden in durchschnittlich drei bis vier Anwendungen im Abstand von jeweils vier bis sechs Wochen umgesetzt. Nach der zwei- bis vierstündigen ambulanten Behandlung ist der Patient sofort wieder einsatzbereit und kann sein normales Leben mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl unmittelbar fortsetzen.

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Haarpigmentierung nach einer Haartransplantation

Die eine Behandlung schließt die andere nicht aus, sie können sich im Gegenteil sogar sehr gut ergänzen. Eine bei einer Haartransplantation eventuell entstandene Narbe kann durch die Haarpigmentierung nahezu unsichtbar gemacht werden, indem die Haarlinie optisch über die transplantierte Stelle verlängert wird. Die Narbe wird kaschiert. Eine Haarpigmentierung kann also eine vorangegangene Haartransplantation optisch abrunden.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine Haarpigmentierung?

Eine Haarpigmentierung kostet zwischen 800 und 4.000 Euro. Der Preis ist insbesondere von der Fläche abhängig, die pigmentiert werden soll.

Wie lange hält eine Haarpigmentierung?

Die Nachhaltigkeit einer Haargpigmentierung hängt vom Hauttyp ab. In der Regel hält die Haarpigmentierung zwischen 2 und 4 Jahren. Danach bleichen die Pigmente aus.

Was ist eine Haarpigmentierung?

Eine Haarpigmentierung ist vergleichbar mit permanenten Make-Up und führt zu einer optischen Verbesserung der Haarsituation.

Quellen
E. Loganathan, S. Sarvajnamurthy, D. Gorur, et. al.: Complications of Hair Restoration Surgery: A Retrospective Analysis, In: Int. J. Trichology, Nr. 6, 2014, S. 168–172.
Sinclair RD, Dawber RP: Androgenetic alopecia in men and women , In: Clinics in Dermatology Nr. 19, 2001, S.167-178.
Price VH: Androgenetic alopecia in women, In: J. Investig. Dermatol Symp. Proc., Nr. 8, 2003, S. 24-27.
Vexiau P, Chaspoux C, Boudou P et al.: Role of andro- gens in female-pattern androgenetic alopecia, either alone or associated with other symptoms of hyperan- drogenism, In: Arch. Dermatol, Nr. 292, 2004, S. 598-604.