Der Bart gilt schon seit Jahrhunderten als wichtiges Merkmal im Gesicht eines Mannes. Schon längst ist der Bart nicht mehr nur ein Ausdruck von Männlichkeit, sondern ein wichtiges Accessoire. Variabel in Form, Farbe und Länge ist die Gesichtsbehaarung mittlerweile nicht weniger wichtig als eine gelungene Frisur.

Sowohl junge Männer als auch die ältere Generation setzen auf eine makellose Erscheinung ihrer Gesichtsbehaarung. Im besten Falle reicht hier ein wenig Bartpflege. Nicht jeder ist jedoch mit einem lückenlosen Haarwuchs im Gesicht gesegnet. Häufiger als man denkt leiden Männer unter Löchern, Lücken und kahlen Stellen im Bart. Dies kann verschiedenste Gründe haben, die nicht selten dank moderner Methoden der Barthaartransplantation der Vergangenheit angehören können.

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Das Wichtigste in Kürze:

Kosten 2.000 – 7.000 EUR »
Methoden FUE, FUT, DHI »
Wo? Geprüfte Ärzte »

Was ist eine Barthaartransplantation?

Egal ob die Ursache des mangelnden Bartwuchses genetisch oder hormonell bedingt ist, mit den schonenden Verfahren der modernen Barthaartransplantation können große Flächen wie bei einer Eigenhaartransplantation wieder dicht bewachsen werden. Hierbei werden einzelne Haare aus verschiedenen anderen Körperbereichen entnommen und an den entsprechenden Stellen neu verpflanzt. Auch kleine Lücken, die beispielsweise durch Narben entstehen, können mit dieser Methode verdichtet werden.

  • DHI Methode – Direct Hair Implantation

Bei dieser Methode werden die eigenen Haare, meist am mittleren Hinterkopf, einzeln entnommen und umgehend als Spenderhaare wieder an den entsprechenden Stellen verpflanzt. Auf diese Weise entstehen keine Schnitte oder Narben und die Überlebensrate der entnommenen Haarwurzeln ist überdurchschnittlich hoch.

  • FUE Methode Follicular Unit Extraction (Entnahme follikularer Einheiten)

Bei dieser Methode werden die Haarfollikel mit höchster Präzision einzeln entnommen und vor der Einsetzung zwischen gelagert. Durch diese schonende und aufwendige Technik bleiben keine Narben zurück, was diese Behandlungsmethode besonders für Patienten attraktiv macht, die Ihren Spenderbereich gerne kurz tragen. Diese bewährte Behandlungsart ermöglicht eine schnelle Heilungs- und Wachstumsphase des verpflanzten Haares.

  • FUT Methode – Follicular Unit Transplantaion (Transplantation Follikularer Einheiten)

Bei dieser Methode werden follikulare Einheiten als Haarbüschel in Form von schmalen Streifen im hinteren Kopfbereich entnommen, zergliedert und an den gewünschten Stellen transplantiert. Mit dieser Technik werden mehrere Haarwurzeln aus einem zusammengehörenden Glied verpflanzt, was zu einem besonders natürlichen Ergebnis besonders bei großflächigeren kahlen Stellen führt. Die durch den Eingriff entstandene Narbe zwischen den Ohren wird von dem darüberliegenden Haar nach der Regeneration vollständig verdeckt. Die FUT Methode ist bei der Barthaartransplantation unüblich.

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Vor- und Nachteile einer Barthaartransplantation

Eine Barthaartransplantation bietet neben dem natürlichen Ergebnis auch andere Vorteile. Ist die Haartransplantation einmal vollbracht, kann man sich über ein langfristiges Ergebnis freuen, da die Haare nicht mehr ausfallen, sondern lebenslange Nachwachsen.

Vorteile Nachteile
Schon wenige Monate nach dem Eingriff sind die natürlichen Ergebnisse sichtbar und eine höhere Bartdichte garantiert. Diese Veränderung fördert nicht nur das Selbstbewusstsein der Patienten, sondern verbessert auch auf lange Sicht deren Wohlbefinden. Dank der Verwendung von Eigenhaar und der Variabilität der Anzahl der transplantierten Haare, ist ein natürlich aussehendes Ergebnis nach wenigen Monaten garantiert.
Neben der langen Dauer des eigentlichen Eingriffs können sich auch die Wartezeit und die Heilungsphase auf die neuen Haare in die Länge ziehen.
Der Eingriff der Haartransplantation ist weitgehend schmerzfrei und ermöglicht es so, den gewohnten Lebensstil sofort wieder aufzunehmen. Außerdem kann die Barthaartransplantation auch flächendeckend angewandt werden und somit auch größere Areale verdichten. Die Methode der Haartransplantation hat sich über die Jahre als letztendliches Erfolgsrezept bewährt und ist eine erwiesene Therapie gegen dauerhaften Haarausfall und einen lückenhaften Bart.
Die Kosten für eine Barthaartransplantation können zu einem Hindernis werden, allerdings ist es wichtig, die Behandlung nur in einer qualifizierten Facheinrichtung durchführen zu lassen. So kann das Risiko einer Narbenbildung und eines Ausfalls bestehender Haare an Stellen, wo keine Haare transplantiert wurden, vermieden werden.

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Nebenwirkungen und Risiken

Wie bei jedem operativen Eingriff birgt auch die Haartransplantation Nebenwirkungen und Risiken, über die jeder Patient ausführlich aufgeklärt werden sollte. Zwar sind Komplikationen bei einer vom Arzt ausgeführten Transplantation eher selten, dennoch kann es auch hier zu Ausnahmen kommen. Viele Patienten verspüren nach dem Eingriff einen leichten Juckreiz an den betroffenen Partien. Wird diesem zu stark nachgegangen und gekratzt, besteht ein geringes Infektionsrisiko durch sich ansiedelnde Keime und Bakterien.

Andere verspüren wiederum eher ein Taubheitsgefühl, was sich aber in der Regel nach einigen Wochen komplett zurückbildet. In Ausnahmefällen können durch Einstiche des Eingriffs Blutungen entstehen, die in den darauffolgenden Tagen zu starken Schwellungen führen können. Diese können bis zu den Augenlidern reichen und sehr lästig aber ungefährlich sein. Allgemein sollte der Heilungsprozess optimal unterstützt werden, indem die betroffenen Hautstellen sauber gehalten werden und direkte Sonneneinstrahlung vermieden wird.

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Für wen ist die Barthaartransplantation geeignet?

Eine Barthaartransplantation kann für Männer, die nicht zufrieden mit ihrem Bartwuchs sind, einen Weg zu einem gewünschten Selbstbild ebnen, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind. Die Ursache für den mangelnden Haarwuchs ist hier irrelevant.

Ob durch Hormonmangel, Narben oder genetische Veranlagung, jeder kann sich einer Barttransplantation unterziehen. Wichtig ist jedoch, dass die Haut gesund und frei von entzündlichen Krankheiten und Verletzungen ist. Außerdem sollte der Haarkranz, als Spenderbereich, füllig sein.

Sollte der fehlende Bartwuchs die Folgen einer Chemo- oder Strahlentherapie sein, ist es wichtig, dass der Patient sich ausführlich mit seinem behandelnden Arzt berät. Um ein dauerhaftes Ergebnis zu erhalten, sollten die Therapien abgeschlossen sein, bevor eine Transplantation durchgeführt wird.

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Kosten einer Barthaartransplantation

Die Kosten für eine Barthaartransplantation variieren, da jede Behandlung individuell auf den Patienten und sein Haarwachstum abgestimmt werden sollte. Faktoren wie die Anzahl und Verfügbarkeit der Spenderhaare und die Größe des zu transplantierenden Bereiches sind hier relevant. Hierfür muss die Anzahl der benötigten follikulären Einheiten bestimmt werden. Abhängig von der Wahl ihres behandelnden Arztes bewegen sind die Kosten ungefähr in einem Rahmen von 2.000 Euro -7.000 Euro.

Ablauf einer Barthaartransplantation

In vielen modernen Kliniken folgt der Ablauf der Barthaartransplantation einem festen Schema. Zunächst besprechen Arzt und Kunde Wünsche und Vorstellungen des Patienten, die möglichen Ergebnisse und die dafür notwendigen Schritte. Der Patient ist während der gesamten Behandlung bei Bewusstsein.

Es wird bestimmt, wie viele Transplantate notwendig sind, um das gewünschten Ergebnis zu erzielen. Parallel schaut man, wie viele Transplantate in der Nackenpartie zur Entnahme zur Verfügung stehen. Dort werden die Haare zwischen den beiden Ohren entnommen und im Gesicht mit einer passenden Methode reimplantiert.

Der minimalinvasive Eingriff beginnt damit, dass die Transplantate, die follikulären Einheiten (FU’s) vom Hinterkopf des Patienten extrahiert werden. Aus diesen werden präzise einzelne Haarwurzeleinheiten selektiert, die auf Stärke und Dicke untersucht werden. Zu feine Haare werden an dieser Stelle aussortiert. Da das Haar am Kopf in Gruppen wächst, das Barthaar aber aus Einzelhaaren besteht, werden die entnommenen Haarwurzeleinheiten in Einzelhaare unterteilt. So entsteht ein natürliches Endergebnis. Währenddessen wird der haarfreie Bereich für die Transplantation vorbereitet, indem oberflächlich kleine Öffnungen für die präparierten Haare gestanzt werden.

Ist die Bartregion entsprechend vorbereitet und das Spenderhaar fertig präpariert, werden die einzelnen Haare einheitlich in die kleinen Öffnungen eingesetzt. Dies kann mehrere Stunden dauern. Der Patient wird unmittelbar nach der erfolgreichen Barthaartransplantation entlassen.

Nach etwa drei bis sechs Monaten kann das Ergebnis der Barthaartransplantation final beurteilt werde. Diesen Zeitraum benötigen die implantierten Barthaare um nachzuwachsen.

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Barthaartransplantation und Haartransplantation zusammen?

Generell ist eine Kombination aus einer Barthaartransplantation und einer Haartransplantation möglich. Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass ausreichend Spenderhaar zur Verfügung steht, um die gewünschten haarlosen Areale an Kopf und Bart zu bepflanzen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet die Barthaartransplantation?

Die Kosten der Barthaartransplantation hängt transplantierten Fläche ab. Im Durchschnitt kostet die Barthaartransplantation zwischen 2.000 und 7.000 EUR.

Wie lange dauert die Barthaartransplantation?

Die Operation dauert zwischen 2 bis 5 Stunden. Häufig wird die Barthaartransplantation kombiniert mit einer Kopfhaartransplantation.

Ist eine Barthaartransplantation gefährlich?

Die Barthaartransplantation ist eine Operation mit den normalen Operations-Risiken.

Quellen
E. Loganathan, S. Sarvajnamurthy, D. Gorur, et. al.: Complications of Hair Restoration Surgery: A Retrospective Analysis, In: Int. J. Trichology, Nr. 6, 2014, S. 168–172.
Sinclair RD, Dawber RP: Androgenetic alopecia in men and women , In: Clinics in Dermatology Nr. 19, 2001, S.167-178.
Price VH: Androgenetic alopecia in women, In: J. Investig. Dermatol Symp. Proc., Nr. 8, 2003, S. 24-27.
Vexiau P, Chaspoux C, Boudou P et al.: Role of andro- gens in female-pattern androgenetic alopecia, either alone or associated with other symptoms of hyperan- drogenism, In: Arch. Dermatol, Nr. 292, 2004, S. 598-604.