Auch wenn die Haartransplantation eine der effektivsten Methoden gegen den androgenetischen Haarausfall ist, so ist sie nicht risikolos.

Die Hauptgefahr besteht darin, dass der behandelnde Arzt unzureichend qualifiziert ist und Fehler begeht. Neben menschlichem Versagen können auch weitere negative Begleiterscheinungen auftreten, die nicht beeinflussbar sind.

Insgesamt sind die Risiken jedoch gut beherrschbar. Als Grundsatz gilt:  Je erfahrener und geschulter der Haarchirurg ist, desto geringer ist das Risiko.

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Behandlungsfehler

Behandlungsfehler können Beratungs- und Aufklärungsfehler im Vorfeld der Haartransplantation, Operationsfehler oder Nachsorgefehler sein. Die meisten Fehler sind direkt oder indirekt auf den Arzt zurückzuführen und daher vermeidbar.

Auch wenn Sie als Patient in Deutschland über die Ärztekammer oder vor Gericht Regressansprüche geltend machen können, ist ein solcher Prozess mühselig und das verhunzte Ergebnis der Haartransplantation häufig irreversibel.

Patienten, die im Ausland ihre Haartransplantation durchführen lassen, haben den zusätzlichen Nachteil, dass sie bei Behandlungsfehlern nicht in Deutschland, sondern in dem jeweiligen Behandlungsland Klage erheben müssen.

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Beratungs- und Aufklärungsfehler

Schon vor der eigentlichen Operation können schwerwiegende Fehler passieren:

  • Falsche Diagnose: Die Haartransplantation eignet sich als Behandlungsmethode nicht für jede Haarausfallart. Daher ist vor einer Haartransplantation eine ausführliche Analyse der Haarsituation und des persönlichen Haarausfalls unerlässlich.
  • Falsche Erwartungshaltung: Häufig haben Patienten eine unrealistische Erwartungshaltung an die Haartransplantation und wünschen sich z.B. einen jugendlichen Haaransatz. Ärzte, die eine solche Erwartungshaltung fördern, wecken falsche Hoffnungen beim Patienten.
  • Keine oder lückenhafte Aufklärung: Der Patient wird unzureichend über die Gefahren und Risiken einer Haartransplantation aufgeklärt.

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Bekannt aus:

Operationsfehler

Während der Operation lauern viele Fehlerquellen, die zu einem unästhetischen Ergebnis führen können:

  • Unzureichende Qualifikation: Die Ursache vieler Fehler liegt in der unzureichenden Qualifikation des behandelnden Arztes und der unzureichenden Beachtung medizinischer Standards. Vorher-Nachher Bilder, Facharzttitel, die Anzahl an Operationen und Mitgliedschaften in Organisationen mit medizinischen Leitlinien können eine Indikation für die Kompetenz des Arztes oder der Klinik sein.
  • Wahl der falschen Methode / Technik: Die beiden gängigsten Haartransplantations Methoden FUE und FUT haben jeweils Vor- und Nachteile. Die beiden Verfahren sind aber nicht gleichermaßen für jeden Patienten geeignet. Außerdem muss der behandelnde Arzt für ein natürliches Erscheinungsbild die Haarfarbe, -struktur und -wuchsrichtung im Entnahme- und Empfängerbereich besonders beachten.Falsche Entnahme: Bei der FUT-Methode kann nach der Entnahme des Hautstreifens eine unschöne Narbe entstehen, falls der Haarchirurg nicht sorgfältig arbeitet oder es ihm an Erfahrung mangelt. Auch bei der FUE-Methoden kann eine sog. konfluierende Narbe entstehen, wenn zu viele Haargruppen pro Quadratzentimeter entnommen werden. Bei beiden Verfahren besteht daher die Gefahr einer Narbe, die bei einer Kurzhaarfrisur sichtbar wäre.

 

  • Falsche Präparation und Implantierung: Je größer die Transplantate (Anzahl einzelner Haarfollikel) und je weiter diese auseinander stehen, desto unnatürlicher ist das Ergebnis und die Gefahr des büschelartigen Puppeneffekts. Daher sollten möglichst kleine Transplantate dicht nebeneinander verpflanzt werden. Besonders beim Haaransatz besteht die Gefahr eines unnatürlichen Erscheinungsbilds, wenn große Haargruppen auf einer Linie gleichmäßig verpflanzt werden (Perlen-Ketten-Effekt).
  • Fehlende Hygiene: Fehlende Hygiene während der Operation steigert stark das Infektionsrisiko.
  • Unzureichendes Equipment: Eine veraltete OP-Ausstattung birgt die Gefahr, nicht das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

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Nachsorgefehler

Auch nach der Haartransplantation können vom Arzt oder auch vom Patienten selbst Fehler begangen werden:

  • Patientenfehler: Nach der Operation sollten die Transplantate behutsam behandelt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie wieder ausfallen. Der Arzt wird Sie über die „Do´s and Don´ts“ aufklären.
  • Arztfehler: Der Arzt führt keine ausreichenden Nachsorgeuntersuchungen durch.

Unser Tipp:

Wir haben in der aktuellen Haartransplantation Kosten-Studie herausgefunden, dass es nicht nur große Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern gibt, sondern auch erhebliche Qualitätsunterschiede. Daher sollte man sich umfassend informieren, um die Risiken zu reduzieren. Unsere Experten helfen Ihnen gerne dabei und informieren Sie über die Ergebnisse der Studie. Jetzt Ergebnisse anfordern  »

Allgemein mögliche negative Begleiterscheinungen

Neben den Behandlungsfehlern, die menschlich verursacht sind, gibt es auch negative Begleiterscheinungen oder Nebenwirkungen auf die weder der Patient noch der Arzt Einfluss hat:

  • Infektionsrisiko: Wie bei vielen anderen Operationen, besteht auch bei der Haartransplantation ein Infektionsrisiko. Jedoch ist dieses vergleichsweise gering, da die Kopfhaut stark durchblutet wird.
  • Schwellungen: Nach der Operation können Schwellungen im Stirn- und Augenbereich entstehen, die sich aber meist innerhalb weniger Tage wieder auflösen.
  • Spannungs- und Taubheitsgefühl: Direkt nach der Operation kann der Patient ein temporäres Spannungs- und Taubheitsgefühl verspüren.
  • Narbenschmerzen: Insbesondere bei der FUT-Methode kann der Wunderverschluss für eine gewisse Zeit nach der Haartransplantation schmerzen
  • Krustenbildung: Im Behandlungsgebiet entstehen kleine Krusten, die nach spätestens 14 Tagen abfallen. Auch kann es zu kleinen Entzündungen oder Pickeln kommen.
  • Shock-Loss: Im Entnahmebereich kann der sog. Shock Loss auftreten. Diese Begleiterscheinung umschreibt ein Gewebetrauma im benachbarten Hautbereich, der zu Haarausfall in diesen Gebieten führt. Meistens ist dieser Effekt jedoch nur temporärer Natur.
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Häufig gestellte Fragen

Wie gefährlich ist eine Haarverpflanzung?

Haartransplantationen werden seit über 40 Jahren durchgeführt und haben sich als wirksame Behandlungsmethode gegen den Haarausfall bewährt. Mögliche Nebenwirkungen sind der temporäre Shock-Loss oder Taubheitsgefühle.

Ist eine Haartransplantation dauerhaft?

Eine Haartransplantation ist dauerhaft, da die transplantierten Haare aus Körperbereichen kommen, die DHT Resistent sind (z.B. der Hinterkopf). DHT ist das Enzym das den Haarausfall auslöst.

Können transplantierte Haare wieder ausfallen?

Durchschnittlich wachsen 80% bis 90% der transplantierten Haare an. Diese Haare werden dann bis zum Lebensende an der neuen Stelle wachsen und fallen nicht wieder aus.

Quellen
E. Loganathan, S. Sarvajnamurthy, D. Gorur, et. al.: Complications of Hair Restoration Surgery: A Retrospective Analysis, In: Int. J. Trichology, Nr. 6, 2014, S. 168–172.
Harris JA: Follicular unit extraction , In: Facial Plast Surg. Nr. 24, 2008, S. 404–413.
Neidel FG: Operative Techniken bei Haarverlust. In: Dirschka T, Sommer B, Usmiani J (Hrsg) Leitfaden Ästhetische Medizin, 1. Aufl. Urban & Fischer, 2013 , S 247–284.
R. Azar: Minimalinvasive Haartransplantation, Springer, 2015, S. 21-40.