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PRP Behandlung bei Haarausfall

Die sogenannte PRP Behandlung ist eine besonders effektive und schonende Methode, um Haarausfall vorzubeugen und bestehenden Haarausfall sichtbar zu verbessern. Die Abkürzung PRP steht dabei für „Plättchen-Reiches Plasma“ (engl: Platelet-Rich Plasma).

Bei dieser Behandlungsform handelt es sich um eine natürliche Therapie gegen Haarverlust, bei der das Plasma mit Blutplättchen aus dem eigenen Blut angereichert wird. Das isolierte Blut ist reich an Thrombozyten, die maßgeblich für den Heilungsprozess von Hautschäden verantwortlich ist. Durch die hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren, Blutplättchen und Proteinen kann die Verjüngung der Haarwurzel und die Zellregeneration angeregt werden.

Diese durch das PRP Verfahren ausgelöste Zellregeneration kann das Haarwachstum fördern, das Zellwachstum der Haarfollikel steigern und den Haarausfall stoppen.

Vor- und Nachteile einer PRP Behandlung

Wie jeder Eingriff hat auch die PRP Behandlung wohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile. Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass das verwendete Blutkonzentrat ausschließlich aus Eigenblut des Patienten besteht. Dies minimiert das Risiko von Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen.

Des Weiteren wird sowohl die Haarwurzel als auch das gesamte Haarwachstum enorm gestärkt und die Kopfhaut besser durchblutet. Alles in allem in die PRP Therapie eine sehr schonende Methode mit hoher Erfolgsquote und geringen Nebenwirkungen, um einen langfristigen Behandlungseffekt gegen Haarausfall zu erzielen.

Neben all der Vorteile, hat die PRP Behandlung auch einige wenn auch wenige Nachteile. Sehr selten kann es beispielsweise zu Rötungen und Schwellungen an den behandelten Partien kommen. Diese verschwinden wieder in kürzester Zeit. Auch das leichte Piksen, was man beim Einführen der PRP Injektion verspürt kann als Nachteil gesehen werden.

Die Schmerzen sind allerdings sehr viel geringer als die bei einer operativen Haartransplantation. Allgemein betrachtet bringt die PRP Behandlung aufgrund der Eigenblutmethodik kaum Nachteile mit sich.

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Nebenwirkungen und Risiken

Da bei der PRP Methode keine körperfremden Stoffe eingesetzt werden gilt sie generell eine sehr schonende und gut verträglich. Nebenwirkungen können dennoch in Form von Rötungen und leichten Schwellungen auftreten, die in der Regel nur bis zum nächsten Tag anhalten. Um das geringe Infektionsrisiko zu minimieren, sollte man sich an vorgegebene Hygienemaßnahmen halten.

Für wen ist die PRP Behandlung geeignet?

Zu Beginn sollte natürlich die Ursache des Haarausfalls abgeklärt werden, um eine optimal abgestimmte Therapieform zu finden. Grundsätzlich kann man mit der PRP Methode wenig falsch machen. Sehr gut verträglich eignet sie sich bei Haarausfall sowohl für Männer als auch für Frauen und kann bei fast allen Ursachen von Haarausfall eingesetzt werden – egal ob genetisch-, hormonell- oder stressbedingter Haarverlust.

Die PRP Behandlung bekämpft außerdem erfolgreich:

  • Diffusen Haarausfall
  • Kreisrundem Haarausfall(Alopecia areata)
  • Erblich bedingtem Haarausfall (Alopecia androgenitica)
  • Geheimratsecken
  • Haarausfall durch Mangelversorgungen

Bei Patienten mit Krankheiten die das Blut betreffen oder durch Blut übertragen werden, sollte die PRP Methode grundsätzlich jedoch nicht angewandt werden. So sind beispielsweise bei Hepatitis und HIV Kontraindikationen gegeben. Ebenso wie bei chronischen Hauterkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs und Leberkrankheiten. Schwangere sollten sich generell keiner derartigen Behandlung unterziehen.

Kosten einer PRP Behandlung

Die Preise für eine PRP Haarwurzelbehandlung können abhängig von unterschiedlichen Faktoren variieren. Hierbei spielen beispielsweise die individuelle Beschaffenheit der Haare und die Kopfhaut eine Rolle für den Umfang und die Dauer einer individuellen Behandlung. In der Regel liegen die Kosten pro Sitzung zwischen 500€ und 1.000€.

Auch die Dauer des Behandlungszyklus variiert, aus diesem Grund ist der Gesamtpreis bis zu einer erfolgreich abgeschlossenen Therapie variabel. Da es sich bei der PRP Methode um einen ästhetischen Eingriff handelt, gilt dieser als Privatleistung und wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Schwere Vorerkrankungen können hier natürlich eine Ausnahme darstellen. Demnach sollte man sich mit einem individuell erstellten Kostenvoranschlag im Voraus an die Versicherung wenden, um mögliche Kostenübernahmen wahrzunehmen.

Ablauf einer PRP Behandlung

Das PRP „Plättchen-Reiche Plasma“ wird zunächst aus dem Blut des Patienten isoliert und mit feinen Nadeln auf direktem Wege in die Haarwurzeln injiziert. Um die Behandlung mit dem Eigenblut schmerzfreier zu gestalten, hat der Patient die Möglichkeit, die Kopfhaut mit einem leichten Betäubungsspray vorzubereiten oder eine Lokalanästhesie zu wählen.

Anschließend entnimmt der Spezialist rund 10 Milliliter Eigenblut um mithilfe eines Zentrifugationsverfahrens nun die Blutplättchen aus diesem zu isolieren. Nach wenigen Minuten und der Zugabe von Nährstoffen, kann das thrombozytenreiche Plasma nun mittels Mikroinjektionen zwei bis drei Millimeter tief in die Kopfhaut injiziert werden. Sobald die Sitzung beendet ist, ist der Patient wieder gesellschaftsfähig. Nach der Behandlung sollte 24 Stunden auf das Waschen der Haare und direkte Sonnenstrahlung auf die Kopfhaut vermieden werden.

Die Dauer einer jeden Sitzung variiert individuell. Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, bedarf es im Normalfall zwei bis sechs Behandlungen à 15 bis 30 Minuten.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Verschiedene Studien belegen die Erfolgsaussichten der PRP Behandlung. Darunter auch eine Studie aus dem Jahre 2018, die beeindruckende Ergebnisse der PRP Therapie in der Gefäßregeneration zeigt. Hierzu wurde die Fähigkeit der PRP Optimierung zur Verbesserung der Wundheilung untersucht. Die Ergebnisse überzeugen mit einem hohen Grad an Wundverschluss. Während der Verschluss eines Wundumfangs regulär bei ca. 8% bis 11% liegt, konnte nach einer PRP Injektion ein dreifach so hoher Wundverschluss von 33 % – 37 % festgestellt werden.

In einer weiteren Studie spricht man von einer „signifikanten Verringerung des Haarausfalls“ im Zeitraum zwischen der ersten und der vierten PRP Injektion. Ebenfalls wurde beobachtet, dass sich die Anzahl der Haarfollikel auf der behandelten Kopfhaut wesentlich erhöht haben. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen hat die PRP Methode einen positiven therapeutischen Effekt im Kampf gegen den Haarausfall und das auf schonende Art und ohne Nebenwirkungen. In der Kosmetik Branche, unter Chirurgen, Sportmedizinern und Orthopäden gilt die PRP Methode bereits seit Langem als effektives Instrument der regenerativen Medizin.

PRP Behandlung nach einer Haartransplantation

Die PRP Methode kann auch als unterstützende Maßnahme nach einer Haartransplantation durchgeführt werden. Sie sorgt für nachhaltige Erfolge, da das während der PRP Behandlung injizierte Eigenblut das Anwachsen der Haarfollikel nach einer Eigenhaartransplantation verbessert. Das Haar wird stimuliert und das isolierte Blutplasma unterstützt das Anwachsen der einzelnen Grafts in die Kopfhaut.

Durch die Anwendung der PRP Methode nach einer Transplantation wird außerdem die Durchblutung beschleunigt und optimiert. Aus diesem Grund wird die PRP Methode häufig entweder direkt im Anschluss an eine Haartransplantation angeboten oder auch mit einigen Wochen Abstand und durchgeführt. Sie unterstützt das langfristige Ergebnis voller, kräftiger Haare und muss im Durchschnitt zwei bis viermal wiederholt werden.

Quellen

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